Günter Grass und die Jungsteinzeit

Heute ist Günter Grass im Alter von 87 Jahren in Lübeck gestorben. Zu seinen Werken gehört neben dem 1959 erschienen Welterfolg „Die Blechtrommel“, für den er 40 Jahre später den Literaturnobelpreis zugesprochen bekam, auch der Roman „Der Butt“ von 1977. Ein Buch, das auch Archäologen in seinen Bann zu ziehen vermag.

von Ada Brons

 

Günter Grass

Günter Grass – Zeichnung des irischen Künstlers Reginald Gray in der New York Times (1965)

Worum geht es? Um die Geschichte der Menschheit und um das Verhältnis von Frau und Mann.

Dabei beginnt seine Geschichte in der Jungsteinzeit und endet mit der 1970er Streikbewegung der Solidarność in Danzig.

Allem liegt das Märchen vom Fischer und seiner Frau zugrunde. Ein wirklich intelligentes Buch, das vor allem von Frauen nicht immer positiv aufgenommen wurde.

„Der Butt nannte mich einen jungsteinzeitlichen Tölpel von durchschnittlicher Beschaffenheit. In unmündigem Zustand gehalten, sei ich nicht fähig gewesen, das totale Fürsorgesystem weiblicher Herrschaft zu erkennen oder gar zu durchbrechen“, lässt Grass den unwissenden Fischer erzählen.

Es sind nicht nur dieser originelle Ideenreichtum und seine Gabe zu Inspiration, die wir in Zukunft vermissen werden.

 

 

 

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